Gegen Verschlechterungen in der Pflege
Pflegeausbildung stärken statt abbauen – Nein zum Nachtrag zum Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über die Förderung der Ausbildung im Bereich der Pflege
Die Schweizer Bevölkerung hat die Pflegeinitiative deutlich angenommen und damit einen klaren Auftrag erteilt: Der Pflegefachkräftemangel muss wirksam und nachhaltig bekämpft werden. Eine zentrale Voraussetzung dafür ist die Ausbildung zusätzlicher Pflegefachpersonen. Im Kanton St.Gallen stimmten im November 2024 88,46 % der Stimmberechtigten der Umsetzung zu – ein ausserordentlich klares Zeichen.
Kaum ist die Umsetzung angelaufen, wird die Unterstützung für Pflegeausbildungen mit einem Gesetzesnachtrag im Rahmen des Entlastungsprogramms 2026 schon wieder deutlich verschlechtert.
Die Kürzungen beinhalten:
- eine Reduktion der Ausbildungsbeiträge
- eine Erhöhung der Altersuntergrenze für Quereinsteiger:innen von 25 auf 27 Jahre
- eine Senkung der Altersobergrenze von 55 auf 50 Jahre.
Dagegen ergreifen wir das Referendum!
Wer den Pflegefachkräftemangel bekämpfen will, muss in die Ausbildung investieren – nicht dort sparen.
Ein Nein zu den Kürzungen ist ein Ja zur sicheren Gesundheitsversorgung im Kanton St. Gallen. Gemeinsam für eine starke Pflegeausbildung – damit die Pflege für alle Patient:innen gesichert bleibt.
Darum: Nein zu Kürzungen bei der Pflege!
Wir fordern:
- Konsequente Umsetzung der Pflegeinitiative
- Ausreichende Ausbildungsbeiträge für angehende Pflegefachpersonen
- Faire und offene Zugangsmöglichkeiten für Quereinsteigende
- Keine Kürzungen bei der Ausbildung des dringend benötigten Pflege-Nachwuchses
Deshalb NEIN zu Kürzungen bei der Umsetzung der Pflegeinitiative
Bildung ist Investition, kein Sparpotenzial
Die Ausbildung von Pflegefachpersonen ist eine Investition in die Gesundheitsversorgung, in Qualität und Versorgungssicherheit.
Wer beim Nachwuchs spart, zahlt später mehr: Personalmangel führt zu Mehrkosten, Versorgungsengpässen und Belastung des bestehenden Personals.
Der Fachkräftemangel in der Pflege ist immens
Druck und Personalmangel in Pflegeberufen führen dazu, dass viele Pflegende vorzeitig aus dem Beruf aussteigen. Umso wichtiger sind Investitionen in die Förderung des Nachwuchses.
Die jüngst von Obsan (Schweizerisches Gesundheitsobservatorium) veröffentlichten Versorgungsplanung zeigt auf, dass sich der Pflegefachkräftemangel noch verschärft hat und wir aktuell beim diplomierten Pflegefachpersonal nur 40 bis 55% des Nachwuchsbedarfes decken.
Quereinsteiger:innen dringend gebraucht
Menschen mit Lebens- und Berufserfahrung bringen wertvolles Potenzial mit und sind gerade in intensiven Berufen wie der Pflege besonders gefragt. Gerade bei ihnen zu kürzen, ist ein fatales Zeichen.
Die Erhöhung der Altersuntergrenze (25→27) und die Senkung der Altersobergrenze (55→50) schliesst zahlreiche Menschen vom Zugang zu Ausbildungsbeiträgen aus.
Die Ersparnis ist gering, der Schaden gross
Gerade Mal 1.3 Mio. können durch diese Massnahme eingespart werden – ein Klacks im kantonalen Budget. Dem gegenüber steht ein drohendes existenzielles Versorgungsproblem.
In der Pflege zu sparen ist kurzsichtig und brandgefährlich.
Der Wille der Bevölkerung darf nicht übergangen werden
88,46 % Ja-Anteil im Kanton St. Gallen – der Souverän hat einen klaren Auftrag erteilt, nicht die Abschaffung desselben.
St.Gallen hat klar und deutlich Ja gesagt zur Umsetzung der Pflegeinitiative. Klatschen reicht schon längt nicht mehr. Das haben die Menschen im Kanton St.Gallen erkannt.
Du möchtest mehr Informationen? Hier findest du unser langes Argumentarium und häufig gestellte Fragen:
Komitee
Der «Nachtrag zum Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über die Förderung der Ausbildung im Bereich der Pflege» wird von einer breiten Allianz bekämpft:
Diese Personen zeigen sich solidarisch mit den Pflegenden:
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Spenden
CH79 0900 0000 9000 1002 3
Komitee Gegen Kürzungen in der Pflege, Zwinglistrasse 3, 9001 St.Gallen